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The Power of Marketing

Marketing 3.0 funktioniert bereits in der Praxis.

Eine Reihe von Unternehmern machen es vor: Marketing hat das Potential, Konsum gesellschaftlich in Richtung Nachhaltigkeit und Gemeinwohl zu steuern.

Ein  Beispiel liefert der Outdoor-Hersteller Patagonia. Nicht Wachstum ist das Ziel des Marketings. Im Gegenteil: Er fordert seine Kunden dazu auf, nur das zu kaufen, was sie wirklich benötigen, und schaltet Anzeigen mit dem Appell „Don’t buy this jacket“. – Nachhaltigkeits Marketing par excellence.

Patagonia: Don’t buy this jacket

Der Appell ist eingebettet in die „Die Common Threads Initiative“, die fünf Schritte umfasst: Reduzieren, Reparieren, Weiterverwenden, Recyceln und Umdenken. Ziel des Outdoor-Unternehmens ist, mehr und mehr Kunden für diese Initiative zu gewinnen und dadurch deren fünften Schritt – das Umdenken – zu realisieren. Umdenken für eine nachhaltige Welt, in der jeder nur so viel nimmt, wie die Natur ersetzen kann.

Atilla Hildmann: Echte Männer essen keine Tiere

Auch im Marketing von Attila Hildmann sind Strategien zu erkennen, wie sie Philip Kotler für das „Marketing 3.0″ beschreibt. Hildmann ist Autor der Kochbuchreihe „Vegan for…“. Sein Marketing beinhaltet weit mehr als Informationen und schmackhafte Kochrezepte. Vegane Ernährung verkauft er als Erfolgsformel für Schönheit, Gesundheit und Lebensqualität – und eher nebenbei als Rezept für eine bessere Welt. „Echte Männer essen keine Tiere“, heißt seine Devise. Bei seiner Zielgruppe kommt diese Botschaft sehr gut an.

Hildmann nutzt das Social Web gekonnt. Die vegane Küche demonstriert er in unterhaltsamen Koch-Videos, seine Rezeptbücher sind mit seinen Portraits stylisch illustriert. Er inszeniert sich als ein für alle erreichbares Vorbild und ruft zur „Challenge“ auf. Die Einladung, für einen bestimmten Zeitraum die vegane Ernährung auszuprobieren, funktioniert als viraler Virus: In Foren tauschen sich die „Challenger“ über ihre Erfahrungen aus und dokumentieren ihre Erfolge in eigenen Blogs.

Persil: Finden Sie heraus, wie viel Sie sparen können

Der Waschmittelhersteller Persil macht sich Gedanken zu Nachhaltigkeit und Gemeinwohl: Vor dem Hintergrund, dass 70 Prozent des ökologischen Fußabdrucks seiner Produkte während der Anwendung entstehen, setzt das Unternehmen auf die effiziente Nutzung durch die Konsumenten. Helfen soll dabei der Waschkosten-Rechner. Er zeigt dem Verbraucher, wie viele Kosten pro Jahr beim Waschen entstehen und errechnet das individuelle Sparpotenzial. Außerdem zeigt der Rechner an, wie viel CO2-Ausstoß ein Kunde beim Waschen verursacht und welchen Beitrag er zur Reduzierung leistet, wenn er seine Waschgewohnheiten ändert.

Agentur Kolle Rebbe: Stop the water while using me

Ein kreatives Beispiel, wie Marketing beim Umdenken helfen kann, liefert „Stop the water while using me“. Die Kosmetiklinie trägt ihre Botschaft im Namen: Wasser ist wertvoll und sollte nicht verschwendet werden. Die Idee stammt von Stefan Kolle von der Hamburger Agentur Kolle Rebbe. Die Marke entwickelt sich erfolgreich – obwohl ausgerechnet die Werber keinen Cent für Marketing ausgeben. Sie setzen auf PR und Social Media.

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